„Willkommen. Bienvenue. Welcome“
Was Joel Grey in der Musical-Verfilmung von „Cabaret“ so wunderschön kitschig mit quäkender Stimme zum Besten gegeben hat, eröffnet nun meinen Blog.
Jetzt hat es mich also auch erwischt. Neben aufkeimender Erkältung, also auch noch die Blogbegeisterung.
Die Freiheit, meine geistigen Ergüsse für die Nachwelt virtuell festzuhalten. Zumindest solange, bis man Porno im Internet verbietet und das www folglich zu Grabe getragen wird.
Was früher noch heimlich ins Tagebuch gekritzelt wurde, wird nun der Welt öffentlich gemacht. Querdenker, die früher ein Außenseiterleben gefristet haben, sind nun netzwerkverbunden mit vielen anderen „Leidensgenossen“ zusammen alleine.
Emails kastrieren die deutsche Sprache durch zeichendominierte Abkürzungen und berauben sie der Groß- und Kleinschreibung. Und natürlich Pornos for Everyone. Was haben sich die Zeiten doch geändert.
Früher war alles anders. Nicht notwendigerweise besser. Eben anders.
Evolution digital. Man muss nicht alles toll finden. Man kann auch einiges verfluchen. Man kann es aber definitiv weder leugnen, noch verhindern. Zeit und Entwicklung gehen voran.
Und auch so kurz vor der großen Vier, kann ich mich gewissen Änderungen nicht entziehen. Will ich auch gar nicht. Ankommen in der Zukunft, die zur Gegenwart geworden ist.
Cäsar würde dazu zu mir sagen: Et tu quoque, mi fili. Auch du, mein Sohn. Willkommen im 21 Jahrhundert.

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