Dienstag, 22. September 2009

Und alle so: "Uöärks!

Meine Fresse, was geht denn jetzt ab? Ich habe ja niemals bestritten, dass sich auf Youtube die Essenz der Talentfreiheit versammelt und sich durch das gedankenlose Einstellen schlechter Videos zumindest zum erfolgreichen Gespött und Mittagspausen füllender Belustigung anderer Menschen macht. Es ist auch kein Geheimnis, dass ich ein großer Verfechter und glühender Verehrer guter Parodien bin. Aber mal ehrlich, was ist denn jetzt kaputt? Da wird eine Hommage für das vermutlich eh schon grauenvollste Video/Lied 2009 "Shakira - She Wolf" zu einer vollkommen schmerz- wie auch talentfreien Parodie. Dummerweiser wird nicht das Video Opfer der Parodie, sondern die Protagonisten selbst. Allen voran der "Vortänzer". Der Clip der mich heute spontan dazu gebracht, mir mein Mittagessen noch einmal durch den Kopf gehen zu lassen. Und ich überlege mir ernsthaft, ob ich nicht doch auf das Ufer der sexuellen Monotonie rücksiedle.

Wer das Original nicht kennt, kann sich hier einen kleinen Einblick verschaffen. Original

Und wer einen festen Magen, hat kann sich dann gerne an die "Hommage" trauen:

Getreu dem Motto: Wer ist der Wowolf?


Montag, 31. August 2009

Beschissene Schrottpressen-Meldung versüßt persönlichen Wochenanfang

So, oder ähnlich könnte meine persönliche Headline für den heutigen Morgen heißen. Es ist ja kein Geheimnis, dass es Montags immer ein wenig schwieriger ist, den nötigen Drive für die alltäglichen Machenschaften beruflicher und privater Natur zu bekommen. Das scheitert ja meist schon an der nötigen Selbstüberzeugung, sich aus dem Bett zu pulen. Gut, zugegeben, in meinem Fall hat mich dieses vierbeinige behaarte „Monster“ wieder aus dem Bett geprügelt. – okay eigentlich geleckt, aber das klingt ja nun schon etwas obszön. Und da ich ja gut erzogen bin, vermeide ich diese Formulierung.

Anyway. Jedenfalls wurde brav das Pflichtprogramm durchgezogen. Shit, shave, shower and Stullen schmieren und dann ab ins Büro.

Da mein morgendliches Büroritual grundlegend darin besteht, die Kölner Schrottpressen wie Bild und Express und ähnlich sinnentleertes durchzuwuseln und dies heute am Fehlen eben solcher Druckerzeugnisse scheiterte, bin ich notgedrungen auf die virtuelle Volksverblödung ausgewichen. Und was knallt mir beim Express 2.0 direkt entgegen? Die wohl beschissenste Meldung seit sehr, sehr langer Zeit:

„ES IST DURCHFALL!!! ALIEN-RÄTSEL GELÖST“
http://www.express.de/nachrichten/news/vermischtes/vogel-durchfall-alien-raetsel-ist-geloest_artikel_1251217077959.html


Voller Inbrunst danke ich dem Express, ich habe lange nicht mehr an einem Montag so lautstark gelacht. Zumindest nicht um diese Uhrzeit. DANKE EXPRESS!!
Was aber noch erstaunlicher ist, eben gerade dieser doch eher suboptimale Artikel hat mich zum Nachdenken gebracht. Okay, okay, bevor jetzt alle noch mehr an meiner geistigen Gesundheit zweifeln. Es war nur ein Satz, vielmehr ein Zitat, das diesen Erfolg verbuchen konnte. Es handelt sich um folgende Äußerung:

„Wacholderdrosseln sind dafür bekannt, wenn sie, hassen, koten sie ihren Feind wie auf Befehl zu, um ihn so außer Gefecht zu setzen.“

Ganz ehrlich? Wer braucht denn eigentlich noch eine Bundeswehr? DAS könnte die Lösung aller Weltprobleme sein. Anstatt nordkoreanistisch mit nuklearer Weltvernichtung zu drohen, einfach mal ordentlich drauf scheißen.

Geile Scheiße!

Montag, 10. August 2009

Nur die Guten sterben… allerdings heutzutage nicht notwendigerweise jung - ein böser 06. August

Keine Angst, es dreht sich hier ganz sicher nicht um Samenspendeempfänger Jackson. Über den wird genug unnötiger Mist veröffentlicht.
Nein, es dreht sich vielmehr um wirkliche Ikonen. Zumindest für mich. Und da das hier mein Blog ist, wird eben auch über genau diese berichtet.
Hugh, ich habe gesprochen.

Apropos Hugh. John Hughes ist das erste meiner viel zu früh verstorbenen Idole. Am 06. August verlor die Welt einen genialen Kreativkopf, der so wunderschön erwachsen Kind bleiben konnte.
Hat er mir doch meine Jugend mit so wunderschönen Filmen wie „Die schrillen Vier auf der Achse“, „L.I.S.A. – der helle Wahnsinn“, „Ferris macht blau“ - mit Jennifer Grey in ihrer zweitbesten Rolle - beschert. Kenner, wissen welches für mich ihre beste Rolle war....

Allen voran aber steht natürlich??? Na. Wer weiß es? Wer weiß es? NEIN! Nicht „Kevin - Allein zu Haus“.

Hallo?? Natürlich Breakfast Club. Meine Fresse, kann doch nicht so schwer sein.



Den konnte ich damals (und wohl auch noch heute) fast komplett mitsprechen. Sowohl in der deutschen Synchronfassung, als auch im Original.


„Eat my shorts“ John Bender, oh du mein Rollenidol pubertätsgeschwängerter Zeiten. Okay, Rollenidol ist vielleicht etwas sehr übertrieben, aber er war einfach 'ne coole sau. Und er hat Molly Ringwald rumgekriegt. Und, sorry, aber sogar ich wollte das damals. Ich will jetzt hier keinen lachen hören. Das war so. Wirklich. Also, so irgendwie. Auf 'ne gewisse Art und Weise. Na ja, vielleicht doch mehr als beste Freundin. Egal, ich schweife ab.
Jedenfalls ist und bleibt die Rolle "John Bender" 'ne coole Sau und ja, sowohl „Eat my shorts“ als auch der Name Bender wurden von Matt Groening übernommen. Braver Matt. Hughes hat also ganz offensichtlich nicht nur mich beeinflusst.
Die Frage, ob er auch an der Kevin-Pest in den deutschen sozialsuboptimierten Wohngebieten verantwortlich ist, lasse ich im Raum stehen und verweigere mich deren Beantwortung.

Aber Hughes ist nicht der einzige dessen Todesmeldung den August in seinen Anfängen trotz heißschwüler Außentemperaturen emotional herbstlich erscheinen lässt.


Ebenso wie Hughes verlies auch Willy DeVille am 06. August unsere Dimension. Ein Ausnahme-Musiker der den Querschnitt von Dylan, Cohen und Waits in Personalunion gelebt hat. Nur besser. Unnötig viele Worte zu verlieren. Das Video sagt mehr, als selbst ich es könnte...




06. August 2009. John Hughes und Willy DeVille. Goodbye und so long. Eat my shorts und keep on rockin in the wasweißichwoihrjetztseid world.

(Für die Überkorrekten: Ja, ich weiß, dass der Song "Rockin' in the free World" von Neil Young ist. Aber er passt halt einfach so gut als Gruß in die Ewigkeit.)

PS: Böser 06. August 2009. Ganz böse...

Mittwoch, 29. Juli 2009

Mein Kampf 2.0, Fast Food Föten, Madonnas Arsch und mal wieder Marienkäfer

Da bin ich mal eben in der Mittagspause meine Stampfwaden vertreten, um dem steigenden Wasser entgegen zu wirken und schon spielt die Welt wieder ein bisschen verrückter.

Jetzt will man mal eben schnell (na ja, eigentlich eher gar nicht schnell, aber mal eben langsam klingt halt scheiße) eine wissenschaftliche Neuaufarbeitung von „Mein Kampf“ in die Wege leiten, um damit angeblich dem Missbrauch zu verhindern bzw. zu regulieren, wenn 2015 die Rechte öffentlich sind und jeder diesen Schrott in die Welt hinein veröffentlichen kann. Ja nee, is klar! Und wozu? Oder wie Gröni krakeelen würde: „Was soll das?“

Wer sich mit dem Mist beschäftigen will, weil er -respektive sie- es toll findet lobotomierte Lebenseinstellung zu einer politischen Weltanschauung zu machen, der wird sich ganz sicher keine distanzierte und hinterfragende Version des Textes zu Gemüte führen. Da heißt es ohne kompliziert reflektierende Randnotizen: Rechter Arm ab in die Höhe… und zwar flott!!!
Moment mal. Was soll denn… Adolf? Adolf, nein!!! Pfui! Adolf! Rechts! Rechts! Nein, das andere Rechts. Und hör auf die Faust dabei zu ballen. Das sind die anderen. Hand ausstrecken. Ja.. Ja, etwas mehr und jetzt grade halten. Ja,so ist’s brav. Geht doch! Und du Kevin-Maik-Chantalle, du machst jetzt das Handy aus. Sonst gibt es nachher keine Glatze.

Also wo waren wir? Ah jetzt ja. Sieg heilissimo und ab dafür. Mein Kampf 2.0: Genauso unnötig, wie das Original. Politischer Quatsch Comedy Club mit ohne Lachen, aber mit viel auf die Fresse.

Aber es ist ja nicht so, dass wir die Einzigen auf der Welt sind, die sich mit Problemen rumschlagen müssen…. Oder dürfen??? Ach egal.

In Flathead-Country jedenfalls geht der Trend wieder deutlich zum Fast Food Fötus. Macht ja aber auch Sinn. Warum selbst die Strapazen einer Schwangerschaft auf sich nehmen, wenn man doch so locker, flockig, luftig leicht jemand anderen das Ungeborene aus dem Bauch schnibbeln kann? Eben. Ist zwar auch mit viel Blut verbunden, aber wenigstens fallen einem die Schmerzen nicht selbst zur Last und man hat keine überdimensionierte Krankenhausrechnung.
Diese Art der Babybeschaffung wird scheinbar die neue Freizeitbeschäftigung in Amiland.

Um es mit RTL Samstag Nacht zu sagen: „Hier ist er! Der neueste Trend aus den U!-S!-A!: Extreme-Baby-aus-dem-Bauch-Klauing!“
Amerika ist komisch….

Russland ist aber auch nicht besser. Wollen die doch ernsthaft Madonna das Arschwackeln bei ihrem Konzert verbieten. Wo wäre denn dann da noch die Show? Singen kann die veryogate Kabbalahtante ja nun nicht. Dafür sieht sie mittlerweile aus, wie ihre eigene gestählte Transe. Aber singen? Nääää. Was auch die Idee, sie solle ein Revolutionslied bzw. die Internationale im Zuge ihrer Show trällern, auch gleich wieder zu Grabe tragen sollte. Manche Lieder haben es echt nicht verdient, auf diese Weise misshandelt zu werden.


Da lob ich mir doch Marienkäfer. Auch in Plageform. Die können zwar auch nicht singen, aber dafür höhlen sie auch keine Schwangeren aus oder wollen schriftlich fixierten, politischen Durchfall neu bearbeiten.
Und vor Allem: Sie sehen niedlich aus! Basta!!!!

Montag, 27. Juli 2009

Die singende Minnie Maus, hässliche Frauen mit weniger Kindern und alles auf Seite 10

Die Bildzeitung ist heute (wie eigentlich immer) wieder ein Fundus an Trivialporno. Danke Bild. Aber die heutige Seite 10 hat es mir vollkommen angetan. Von möglicherweise glückbringenden BH-Ausrutschern zu der Hochzeit des nasalquäkenden Koch-Spitzbartes inklusive Ausblick auf eine Wal imitierende Britney Spears Alles dabei. Die große Headline der Seite war aber die singende Minnie Maus und „Wer Liebe lebt“-Grand Prix-Folterherrin Michelle. „Darum habe ich mich sterilisieren lassen“ prangt es in großen Lettern und außer Anführungszeichen ohne Satzzeichen.

Schräg links unten daneben gibt es die Kurzmeldung, dass schönere Frauen mehr Kinder bekommen. Ein Schelm wer dem Setzer jetzt Böses unterstellen will.

Aber auch ohne diesen seitlichen Ausflug in schwarzsarkastischem Unterton löst die Meldung in meinem sommergebrühten Hirnsüppchen einen Schwall an Assoziationsketten aus. Blinkende Headlines wie: „Die Evolution setzt ein Zeichen!“, „Darwin hatte recht!“ oder „Es gibt doch einen Gott!“ tackern sich vor meinen inneren Augen fest.

Allerdings stolpert mir dadurch auch wieder ins Gedächtnis, dass die ehemalige Hundesalonöse ja jetzt ihre Tochter in das so genannte Haifischbecken der Medienwelt schmeißt und ihre Brut Cèline dem Bohlen zum Fraß vorsetzt. Geht ja gar nicht!!!! Also neeee. Echt nicht.

Meine liebe Michelle: Nimm die Medienwelt hinter dem Haifischbecken weg oder tausche Bohlen gegen Bulldogge. Eine Cèline, die ihre Stimmbänder und unsere Ohren mit Dampfer zum sinken bringenden Koloraturen malträtiert ist genug! Und wenn Gesang sich weiter vererbt, ist außer einer Stimme die wie eine LP auf 45 abgespielt klingt (*) nichts zu erwarten

* Für die Generation ohne Plattenspieler: Man atme eine Überdosis Helium und singe so hektisch wie eine herzkranke Wüstenspringmaus auf Speed. Selber Effekt